Perú – Inkas in allen Formen und Farben

Perú – Inkas in allen Formen und Farben

Lima – Westliches Flair in Südamerika

In Lima waren wir sehr überrascht, wie westlich es ist verglichen mit den Haupstädten von Kolumbien und Ecuador. Bei unserer Ankunft um Mitternacht war es noch extrem hell in der Stadt. Es gab überall Strassenbeleuchtung, riesige Lichtreklamen und beleuchtete Schaufenster. Auch fanden wir sehr viele amerikanische Ketten wie: KFC, Starbucks, Subway, MC Donalds, etc. Noch vor 3 Monaten hätte uns diese Westlichkeit gestört, wir wollten das authentische Südamerika erleben. Unterdessen jedoch gefiel sie uns zur Abwechslung mal wieder ganz gut. Vor allem genossen wir das abwechslungsreichere Essensangebot der Restaurants. Endlich konnten wir wieder mal indisches Essen erhalten. Es war zwar immer noch Reis, aber immerhin mit Sauce. 😀 Doch auch das typisch peruanische Essen wie Locro Zapallo, Lomo Saltado und vor allem der Quinoasuppe haben es uns sehr angetan.
Auffällig waren auch die unzähligen Referenzen auf Perus vergangene Hochkultur. Ihre Apotheken hiessen Inkafarma, ihre Bars und Cafés Inkabar beziehungsweise Inkacafé, in jeder Stadt gab es mindestens ein Inkahotel und natürlich konnte man auch Inkaschokolade kaufen und eine Inkamassage erhalten. Die Peruaner wissen offensichtlich sehr genau, weshalb die Touris ins Land kommen. 😀

Touristenhochburg Miraflores

Unser Hotel befand sich im Stadtteil Miraflores. Dieser war sehr modern, mit vielen Hotels, Bars, Restaurants, Einkaufsläden und Parks. Es war offensichtlich einer der reichsten Stadtteile von Lima.

Entlang der Steilküste konnte man Paragliding machen und unten im Pazifischen Ozean sah man viele Leute surfen. Da kam in uns auch gleich wieder die Lust zum Surfen auf. Leider hatten wir unseren Weiterflug zum Titicacasee bereits gebucht.

Fotoalbum zu Miraflores

Ausgrabungsstätte Huaca Pucllana

Huaca Pucllana ist das einzige prähispanische Gebäude in Miraflores. Die Tempelanlage aus dem 6. Jahrhundert nach Christus umfasst etwa 15 Hektar. Sie wird seit 1983 restauriert und die Restauration wird noch einige Jahre andauern, momentan ist erst die Hälfte des Gebäudes ausgegraben und für Besucher zugänglich. Erbaut wurde die Pyramide von den ersten Bewohnern von Lima, den sogenannten „Lima Leuten“ (oder „Lima People“ wie sie unser Guide nannte). Die Lima Leute waren die Bewohner der Region Rund um Lima, bevor die Inkas kamen.

Sie waren ein matriarchisches Volk. Ihre Priester waren Frauen und geopfert wurden nur Frauen. Ihre Göttin war das Meer, denn vom Meer kam alles Essen. Anders als die Bewohner des Andenhochgebirge beteten sie nicht den Sonnengott an, da man die Sonne in Lima (ausser im Hochsommer zwischen Januar und März) wegen dem vielen Dunst praktisch nie sieht. Die Ausgrabungsstätte Huaca Pucllana war mal eine Tempelanlage aus ganz vielen von Hand erstellten Lehmziegeln. Das funktionierte und fiel nicht auseinander, da Lima ein Wüstengebiet ist. Es regnet nur etwa 20mm pro Jahr. Hoffen wir mal sie bringen die Restauration zu Ende bevor der Klimawandel das ganze aufgelöst hat.

Fotoalbum zu Huaca Pucllana

Free Walking Tour durch die Altstadt

Den historische Stadtteil von Lima erkundeten wir (wie könnte es anderst sein) 😀 im Rahmen einer Free Walking Tour. Leider war während unserer Tour der Hauptplatz (Plaza Mayor de Lima) wegen einer möglichen Demonstration gesperrt. Wir mussten also ein bisschen weitere Wege rund um den Platz herum auf uns nehmen um alle historischen Gebäuden zu sehen. Die Tour begann mit dem Besuch einer Kirche, in welcher uns der Guide lang und breit über drei der fünf Heiligen von Peru aufklärte. Die Geschichte des ersten Heiligen war noch interessant, beim zweiten war es dann schon genügend für uns, der dritte war dann wirklich langsam Overkill. Zum Glück gab es keine weiteren Heiligenfiguren in dieser Kirche.

Spannender fanden wir die neuere Geschichte von Peru. In den 90er Jahre hatten sie eine schwere Wirtschaftskrise mit hoher Inflation. Viele Peruaner verloren all ihre Ersparnisse. Vor allem die ältere Bevölkerung traf es hart, wurden doch durch die Inflation ihre gesamten Rentenersparnisse vernichtet. In dieser Zeit wanderten viele Peruaner ins florierende Venezuela aus. Aus diesem Grund scheut sich heute die Regierung, ihre Grenzen für Venezolaner zu schliessen. Als sie kürzlich die Passpflicht für Einreisende verlangt hatte, hat sie diese nach zwei Tagen bereits wieder rückgängig gemacht. Laut unserem Guide ist Peru so beliebt bei den Venezolanern, da sie Zugang zu Bildungs- und Gesundheitsdiensten erhalten. Die vielen Immigranten sind vor allem ein Problem für den Billiglohnsektor. Dort gibt es einen enormen Druck auf die Löhne und die sozialen Spannungen steigen. Man wird sehen, was dort die Zukunft bringt.
Für uns ging es an diesem Nachmittag noch weiter per Flugzeug nach Juliaca und von dort per Minivan nach Puno an den Titicacasee. Nach zahlreichen Busfahrten durch Kolumbien und Ecuador gönnten wir uns in Peru den Luxus des Flugzeuges. Die 10-stündigen Busfahrten hatten wir unterdessen wirklich langsam zur Genüge erlebt.

Fotoalbum zur Altstadt von Lima

Puno am Titicacasee

Nach Lima, welches direkt am Meer liegt, ging es für uns also wieder einmal in die Höhe. Genauer gesagt auf 3900m über Meer, nach Puno. Eine Touristenstadt, welche direkt am Titicacasee liegt. Wir hatten zwar schon auch warme Kleider sowie Handschuhe und Kappen mit dabei, doch als beim Verlassen des Fliegers alle Einheimischen ihre dicken Jacken und die Alpacakappen und -schale ausgepackt haben, kamen uns doch Zweifel, ob wir genügend warm ausgerüstet waren. Es war dann zwar schon recht kalt (vor allem nach Sonnenuntergang) doch glücklicherweise hatten wir in unserem Zimmer (mit Einfachverglasung) einen mobilen Heizkörper zur Verfügung und konnten unser Zimmer damit erwärmen. Generell scheint es in Südamerika nirgendwo mehr als Einfachverglasung zu geben (man ist froh, wenn das Fenster überhaupt komplett verschliessbar ist und nicht noch irgendwelche offenen Spalten hat) und auch fest installierte Heizungen sucht man vergebens. Ein elektrisches Öfelchen ist noch das höchste der Gefühle, es kann aber auch sein, dass man einen Holzofen im Zimmer hat oder dann halt gar keine Heizmöglichkeit. In allen Fällen bekommt man aber zumindest jeweils eine dicke Schicht Wolldecken zum Schlafen.

Der Titicacasee ist ein heiliger See der Inkas und sein tiefblaues Wasser wurde als Geburtsstätte der Sonne gefeiert. Leider bekommt er mehr und mehr zur Müllkippe. Das Problem sind die Abwässer der umliegenden Städte (sowohl in Peru als auch in Bolivien), welche ungeklärt in den See geleitet werden. Aber auch die Schwermetalle (Blei und Quecksilber) von illegalen Goldminen hoch in den Anden zerstören die Wasserqualität des Sees. Das Problem, welches zum Sterben der Frösche und Fische führt, ist Wissenschaftlern und Politikern bekannt, doch passiert ist bisher noch nichts. Wenn man lokale Touristenguides fragt, ob die Toiletten der Stadt Puno in den See geleitet werden, antworten die: „Nein, sicher nicht. Auf den See achten wir gut, schliesslich ist er heilig und wir würden niemals unsere Lebensgrundlage zerstören.“ Natürlich nicht, wir sind ja nicht etwa in Südamerika, wo das Bewusstsein für Umweltschutz noch nicht wirklich bei der Bevölkerung angekommen ist. Da bekommt das traditionelle Gericht „trucha frita“ (frittierte Lachsforelle) doch gleich einen sehr faden Nebengeschmack.

Fotoalbum zu Puno

Sillustani – Inkagrabstätte

Unsere erste Tour in Puno führte uns zur Inkagrabstätte Silustani. Dort erklärte uns der Guide, dass für die Inkas die Zahl drei eine sehr grosse Bedeutung hatte. So gab es zum Beispiel genau drei wichtige Tiere für die Inkas: der Kondor (symbolisiert den Geist, das höhere Sein), der Puma (Symbol für die Gegenwart, das Leben) und die Schlange (symbolisiert die Unterwelt). Man fand Gravuren aller drei Tiere bei der Grabstätte.

Die Gräber selber waren etwa 10m hohe Türme. Darin beerdigten die Inkas ihre mumifizierten Toten. Den Mumien legten sie einiges an Waffen und Wertsachen bei, denn die Inkas glaubten an eine Wiedergeburt. Diese Wertgegenstände wurden allerdings von den Spaniern geraubt, als sie nach Südamerika kamen.
Um zu der Grabstätte zu gelangen, mussten wir geschätzte 50 Höhenmeter zu Fuss hinter uns bringen. Da wir auf beinahe 4000m über Meer waren, war es zwar schon anstrengender als gewohnt, doch 15min laufen sollte noch jeder schaffen. Zwei etwa 60-jährige Damen unserer Gruppe versuchten dies jedoch gar nicht erst, sondern blieben unten bei den Souvenirständen. Wir sind uns nicht sicher, wieso sie die Tour überhaupt gebucht haben. Souvenirs konnte man billiger in Puno kaufen und von der Grabstätte haben sie gar nichts gesehen.
Bei den Souvenirständen sah Dani noch ein ca. 1m grosses Stofflama. Das will er sich am Ende unserer Reise in Cusco unbedingt als Souvenir für unsere neue Wohnung kaufen. 😀

Fotoalbum zu Sillustani

Uros und Taquile – Inseln im Titicacasee

Natürlich durfte am Titicacasee ein Ausflug mit dem Boot nicht fehlen. Wir entschieden uns für einen Tagesausflug, bei welchem man die schwimmenden Inseln von Uros, so wie die traditionelle Insel Taquile besuchte.
Die schwimmenden Inseln von Uros sind heute nur noch durch den Tag für die Touristen bewohnt. Früher haben die Leute tatsächlich auf diesen Inseln gelebt, welche aus getrocknetem Schilf hergestellt werden. Heutzutags leben die Leute aber auf dem Festland und haben ihre Einkünfte hauptsächlich vom Tourismus. Leider verkam unser Besuch auf Uros zu einer Verkaufsshow. Wir lernten zwar schon einiges über das Leben der Leute früher auf diesen Inseln. Doch am Ende lief es immer darauf hinaus, dass wir etwas (sei es ein Alpacateppich oder ein Spielzeugboot) von ihnen kaufen sollten.

Das Mittagessen (trucha frita – wahrscheinlich mit extra Schwermetall) 😀 gab es dann auf einer richtigen Insel mitten im Titicacasee. Die Insel hiess Taquile und ist vor allem berühmt für die noch immer sehr traditionelle Lebensweise ihrer Bewohner. So gibt es zum Beispiel dort immer noch nicht die Möglichkeit einer Scheidung. Allerdings lebt man nach der Verlobung während zweier Jahre auf Probe zusammen und entscheidet erst danach, ob man wirklich heiraten will. Auch zeigen sie mit verschiedenen Gürteln, Verzierungen und Kappen offen an, ob sie noch ledig, verheiratet oder verwitwet sind.
Die Rückfahrt nach Puno gestaltete sich dann als eher schwierig. Beim Starten des Bootes muss irgendein Kabel durchgerissen sein. Auf jeden Fall konnte unser Kapitän das Boot nicht mehr per Steuer lenken. Er musste vorne den Motor starten und dann hinten mit einer Eisenstange das Boot auf den richtigen Kurs bringen. Zu Beginn der Tour hatten wir noch das Gefühl, die Boote seien hier verlässlicher als zum Beispiel auf den Philippinen Aloha enterprise login air force , so konnte man sich täuschen.

Fotoalbum zu Uros und Taquile

Ollantaytambo im Sacred Valley

Bei unserer Landung in Cusco fuhren wir direkt weiter nach Ollantaytambo im Sacred Valley. Ollantaytambo ist vor allem bekannt für seinen Bahnhof. Von dort aus fahren die meisten Perurail und Inkarail – es musste ja fast eine Zuggesellschaft geben, die so hiess 😀 – Züge nach Aguas Calientes, am Fusse vom Machu Picchu. Das Dorf selber ist übersichtlich klein und eigentlich recht hübsch. Der einzige Nachteil sind all die Minivans und Busse, welche Touristen aus Cusco an den Bahnhof fahren. Da es keine separate Zugangsstrasse zum Bahnhof gibt, müssen alle Busse und Vans durch die engen Gassen und über den zentralen Platz fahren. Da die Strassen zudem entweder aus Pflastersteinen oder nur aus Kies bestehen und es nicht häufig regnet, wird man von den vorbeifahrenden Autos und Bussen regelrecht eingestaubt. Das ist dann umso unangenehmer, wenn man draussen in einem Restaurant versucht zu essen, kein sehr gemütliches Vergnügen. Vor allem wenn man dann bei der Suppe bereits während dem Essen eine Staubschicht bemerkt.

Reitausflug zu Pumamarca

Bereits seit längerem hatten wir uns auf unserer Weltreise zum Ziel gesetzt, einen Reitausflug zu unternehmen. Am Vorabend beim Buchen in der Agentur hatten wir einen englischsprachigen Herrn, der uns versicherte, dass all ihre Touren auch für (komplette) Anfänger geeignet waren. Wir waren uns allerdings unterdessen bewusst, dass sie einem in Südamerika alles vesicherten, wenn sie denn nur ein Geschäft mit einem machen konnten. Wir haben uns dann für einen Ausflug per Pferd zur nahe gelegenen Inkaruine Pumamarca entschieden. Das wäre zu Fuss eine etwa 4 bis 6 stündige Wanderung, im Zweifelsfalle konnten wir also immer noch unterwegs vom Pferd steigen und zu Fuss gehen.
Am nächsten Morgen bekamen wir dann einen Helm mit Einheitsgrösse. Der passte zumindest Daniel perfekt. 😀 Wir wurden dann mit den Pferden und unserem Guide bekanntgemacht. Zu unserem (vor allem meinem) Schrecken war unser Guide ein älterer Peruaner, der kein Wort englisch sprach. Leider merkten wir dann später, dass er auch unser sehr primitives Spanisch nicht verstand.
Zu Beginn unternahm ich noch den Versuch, ihm zu erklären, dass ich erst einmal zuvor in meinem Leben auf einem Pferd gesessen bin und er mir doch bitte die Grundlagen zur Steuerung eines Pferdes erklären sollte. Er hat dann irgendwas in schnellem Spanisch gesagt und mir signalisiert aufzusitzen. Ok, wenigstens weiss er nun, dass ich eine blutige Anfängerin bin, dachte ich mir zumindest. Als ich dann auf dem Pferd sass lief es direkt los und das Pferd des Guides lief gleich mit (ohne Guide drauf). Der Guide liess dann noch Daniel aufsitzen und eilte seinem Pferd nach. Mein Pferd war generell sehr selbstständig, egal wie sehr ich gezogen und gestossen habe, es hatte seinen eigenen Plan und setzte diesen um. So ging es dann auch ein paar mal rechts statt links und ich durfte es dann wieder versuchen in die richtige Richtung zu wenden. Wenigstens etwas, dass ich nach den 4 Stunden Reitausflug im Griff hatte.
Daniels Pferd hatte den Lead und lief zuvorderst. Mein Pferd wurde in der Mitte gehalten und der Guide folgte mit seinem Pferd am Schluss. Wir merkten dann schnell, dass unsere Pferde trotz aller Bemühungen unsererseits nur anhielten und losliefen, wenn der Guide das entsprechende Signal gab. Während Daniels Pferd ab und an etwas ängstlich war und zum Beispiel nicht über ein kleines Bächlein steigen wollte, so war meines extrem verfressen und fing an Gras zu fressen, bis Daniels Pferd seine Angst überwunden hatte. Ok, manchmal frass oder trank es auch einfach ohne irgendeinen speziellen Grund. Ich vermute es hat meine absolute Unfähigkeit als Reiterin in vollen Zügen ausgenutzt. Daniels Pferd muss dafür am Vortag etwas schlechtes gegessen haben. Während unserem Ausritt musste es sicher alle halbe Stunde einmal Kacken und mein armes Pferd lief jeweils direkt dahinter. 😀

Die Inkaruinen waren sehr eindrücklich. Auch wenn die Stätte nicht sehr gross war, so waren wir doch neben einem anderen Tourist die einzigen Besucher dort. Das Inkagebäude diente früher als Kontrollstätte für Leute und Güter, die auf dem Weg nach Ollantaytambo waren.

Fotoalbum zu Pumamarca

Inti Punku – das Sonnentor

Am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr zum Frühstück und um halb 7 Uhr ging es los Richtung Inti Punku, einem Sonnentor der Inkas, auf dem Bergrücken 1100 Meter oberhalb von Ollantaytambo. Unser ursprünglicher Plan war, gemütlich um halb 8 Uhr zu frühstücken und danach zu starten. Unser Gastgeber meinte dann, das sei zu spät, weil der ganze Weg von der Sonne beschienen sei und es dann sehr schnell ungemütlich heiss werden kann. Wir mussten zwar sehr früh aus den Federn, doch sein Ratschlag war Gold wert gewesen. Nicht nur war es noch kühler am Morgen früh, sondern wir hatten auch das bessere Wetter und absolut keine anderen Wanderer unterwegs nach oben.

Nach 3 schweisstreibenden Stunden hatten wir den Aufstieg zum Sonnentor geschafft und die Panoramasicht war schlicht atemberaubend. Wir hatten einen 360° Ausblick und sahen beim Aufstieg sogar noch Kondore fliegen.
Früher war es der Brauch der Inkas, dass sie beim Inti Punku Gaben für den Sonnengott opferten. Auch heute noch muss es Leute geben, die diesen Brauch pflegten. Beim Sonnentor sah man diverse Blumen und Früchte, die dort als Gaben für den Sonnengott hingelegt worden sein müssen.

Fotoalbum zum Inti Punku, dem Sonnentor

Pinkuylluna – Inkaruine in Ollantaytambo

Natürlich durfte auch ein Besuch bei den lokalen Inkaruinen in Ollantaytambo selber nicht fehlen. Die Inkahäuser waren direkt in den Hang hinein gebaut worden. Heute hat man von den obersten Häusern aus einen unglaublichen Ausblich über Ollantaytambo.

Beim Aufstieg nach oben stellten wir erfreut fest, dass uns nach einer Woche auf ungefähre 3000m über Meer die Höhe gar nicht mehr so viel ausmachte und wir nicht mehr bei der kleinsten Anstrengung wie Walrösser schnauften. Der Salkantay Trek nach Machu Picchu konnte also kommen.

Fotoalbum zu Pinkuylluna

Cusco

Da wir von Cusco aus zum Trekking von Mollepata via Salkantaypass nach Machu Picchu aufbrachen, haben wir uns entschieden, vor dem Trek noch zwei Tage in Cusco selber zu verbringen. Cusco ist auf unglaublichen 3300m über Meer und nach Lima und Arequipa die drittgrösste Stadt von Peru. Wie bereits Lima und Puno ist auch Cusco eine extrem touristische Stadt. Ein Peruaner, den wir im Bus von Ecuador nach Peru getroffen haben, meinte, die Stadt hätte den Dollar beinahe schon als lokale Währung übernommen, da alle Touren auch in Dollars bezahlt werden können. Auch sei Cusco für Peruaner eine sehr teure Stadt.

Palcoyo Mountain – Alternativer Regenbogenberg

In diversen Reiseberichten über Cusco lasen wir, dass der sogenannte Regenbogenberg Vinicunca ein absolutes Muss für einen Ausflug ist. Wir lasen allerdings auch, dass der Berg sich in den letzten Jahren von einem Geheimtipp zu einem Massenausflug entwickelt hat und täglich von 500 bis 1000 Besuchern überrannt wird. Das waren uns dann doch ein paar Touris zu viel. Glücklicherweise war Reto, ein Kollege von Dani, der momentan ebenfalls in Südamerika unterwegs ist, besser informiert als wir und konnte uns als alternativen Regenbogenberg den Palcoyo Mountain vorschlagen. Dies scheint noch ein eigentlicher Geheimtipp zu sein und wir entschieden uns für eine Tour zu Palcoyo.
Die Tour begann mit einer 2 stündigen Autofahrt auf geteerten Strassen, gefolgt von ca. 1.5 Stunden Fahrt auf ungeteerten Kiesstrassen. Das war dann eine sehr staubige Angelegenheit. Irgendwie schaffte es der Staub auch bis in unseren Minivan heinein (irgendwie über die Lüftung) und wir hatten wir wurden während der Fahrt von Staub berieselt. Ein tolles Vergnügen.
Bei einer kurzen Pause nach den ersten 2 Stunden Fahrt hat ein australischer Tourist beim Versuch die Schiebetüre des Minivans zu öffnen noch den Henkel abgerissen. Der Fahrer verlangte danach von ihm, dass er ihm 100 Soles bezahlt dafür (umgerechnet ca. 30 CHF – zum Vergleich, die Tagestour selber, inklusive Mittagessen, kostete uns je 90 Soles). Zum Glück ist das Missgeschick niemandem von uns beiden passiert. Wir hätten uns geweigert und nichts bezahlt, schliesslich hatte er nichts falsches gemacht und nur versucht die Türe zu öffnen, wenn sie dann direkt abfällt wird es am Alter und Zustand des Wagens liegen und nicht am Tourist (der Türgriff war zudem bereits zuvor beschädigt gewesen und mit Kleber notdürftig befestigt worden). Aber der britische Tourist sprach nur leidig spanisch wollte keinen Streit mit dem Fahrer und hat die 100 Soles bezahlt.

Wir kamen dann beim Palcoyo Mountain auf 4900m ü.M. an. Die Wanderung war zwar nur kurz (ca. 1.5h mit vielen Fotostops und nur 100 Höhenmeter) doch die Aussicht auf die Regenbogenberge und generell das Panorama in die Täler waren wunderschön. Als speziellen Bonus waren tatsächlich zu diesem Zeitpunkt nur etwa 20 Leute dort. Palcoyo ist momentan also tatsächlich noch ein wirklicher Geheimtipp.
Auch wussten wir nun, dass wir keine Probleme (wie zum Beispiel Kopfschmerzen) in dieser Höhe hatten. Die Wanderung über den Salkantaypass (4650m ü.M.) konnte also definitiv kommen.

Fotoalbum zum Palcoyo Mountain

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