Hawaii – Vulkaninseln im Pazifik

Hawaii – Vulkaninseln im Pazifik

Nach unserem Tauchabenteuer beim Great Barrier Reef waren wir bereit für einen zehntägigen Urlaub in Honolulu auf Hawaii. Von Cairns flogen wir via Sydney nach Honolulu. Dort haben wir uns für zehn Tage in einer Airbnb Wohnung in Waikiki eingemietet. Bei einer Bewertung der Wohnung wurde ihre Grösse bemängelt, die Wohnung hatte allerdings 2.5 Zimmer und war somit unsere grösste Unterkunft seit Beginn der Reise. (:D Willkommen in der USA, dem Land, in welchem alles ein bisschen grösser ist.)
Da unser Nachtflug bereits um 6 Uhr in der Früh in Honolulu ankam, unser Airbnb allerdings erst um 15 Uhr bezugsbereit war, durften wir nochmals 9 Stunden mit all unserem Gepäck in Waikiki totschlagen. Auf unserer Suche nach einem Kaffee fanden wir ein Hipsterlokal, in welchem man sogar noch frühstücken konnte. Unterdessen war es 8 Uhr, doch das Kaffee war bereits gut gefüllt mit mehrheitlich japanischen Touristen. Wir haben dann schnell gemerkt, dass man den Horden von japanischen Touristen in Waikiki nicht entkommen kann. Sogar unsere Surfschule, die wir später besuchten, hat den Kurs in englisch und japanisch gleichzeitig durchgeführt. Zum Frühstück gab es dann einen grossen Kaffee (und zwar so richtig USA-style gross :D) und eine Acai Bowl (angeblicher Superfood – geht ja nicht anders, wenn man sich in einem Hipsterlokal befindet…). Da wir keinen genügend grossen Stauraum für unsere Rucksäcke gefunden haben, nahmen wir sie kurzerhand mit an den Strand in Waikiki. Als wir dann noch unsere Isomätteli neben den grossen Rucksäcken ausgebreitet hatten sahen wir zwar schon ein bisschen aus wie Penner, aber das war uns nach dem Nachtflug mehr als egal.
In den folgenden Tagen haben wir unsere Auszeit vom Herumreisen so richtig genossen. Zu Beginn kämpften wir noch etwas mit der Zeitverschiebung, ohne Wecker schliefen wir bis 11:30 Uhr durch. Zum Vergleich, in Australien standen wir jeweils so zwischen 6:30 und 7:30 Uhr auf. In Hawaii haben wir uns gezielt kein spezielles Programm gemacht. Klar wollten wir auch hier ein paar Orte besichtigen, doch vor allem wollten wir mal die Sonne, den Strand und das Surfen geniessen.
Begonnen haben wir dann mit dem Surfen. Um zu lernen, wie man mit den Wellen von Waikiki surft, haben wir nochmals 2 Stunden Surflektionen genommen. Die Schule hiess Ohana Surf Project und unsere Klasse bestand aus vier Schülern, einem japanischen Paar, das noch nie auf einem Surfboard gestanden war, und uns beiden, mit minimaler Surferfahrung. Die Surflektionen waren noch witzig, allerdings wurde man bei jedem Surfversuch vom Lehrer angestossen, wodurch man den schwierigsten Teil, das Beschleunigen des Brettes vor der Welle, gar nicht selber machen musste. Im Gegensatz zu Perth, wo wir jeweils neben dem Brett im Wasser standen und auf die nächste brauchbare Welle gewartet haben, sind wir nun die ganze Zeit auf dem Brett gelegen oder gesessen. Auch mussten wir einiges mehr mit den Armen im Wasser rumpadeln. Das ging ganz schön in die Oberarme aber auch die Schultern, den Nacken und den Rücken haben wir danach gespürt.
Am folgenden Tag gönnten wir unserem Oberkörper etwas Erholung vom Surfen und gingen Wandern. Direkt von unserer Wohnung aus machten wir uns auf den Weg Richtung Diamond Head. Das ist ein Vulkan Krater nahe Honolulu. Durch ein Tunnel kam man in den Krater hinein und konnte dann auf einem breiten, betonierten, beinahe Kinderwagen tauglichen Wanderweg den Krater besteigen. Der Kraterrand war zwar nur einige hundert Meter hoch, dennoch hatte man einen tollen Ausblick über die Küste und Honolulu. Auch mit dem Wetter hatten wir Glück. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt hat es zwar noch geregnet, als wir oben ankamen schien dann aber bereits wieder die Sonne und wir konnten umgeben von zahlreichen anderen Touristen unsere Fotos und die obligatorischen Selfies schiessen.
Nachdem wir nun bereits ein Mal eine Surflektion auf Hawaii genommen hatten, fühlten wir uns bereit auch mal alleine Wellen fangen zu gehen. Bei unserer Surfschule mieteten wir uns zwei Longboards und verbrachten damit zwei Stunden im Wasser. Die Schwierigkeit beim Surfen mit den Longboards liegt nicht beim Aufstehen oder Stehenbleiben, die Bretter liegen so stabil im Wasser, die sind beinahe unmöglich zu kippen. Nein, das Schwierige beim Surfen ist das Beschleunigen des Brettes zu Beginn, damit man die Welle überhaupt erwischt. Was bei Profis relativ locker aussieht, ist gar nicht so einfach. Und am Anfang fühlte ich mich beim Paddeln mit den Armen wie ein zappelnder Fisch im Wasser. Der Trick dabei ist, dass man genügend früh beginnt auf dem Brett liegend zu paddeln und vor allem im letzten Teil genügend schnell und stark paddelt. Was Daniel noch einigermassen gut gelang, muss bei mir hoffnungslos ausgesehen haben. Anderst kann ich mir nicht erklären, dass ich gleich von zwei (!!) Surflehrern gefragt wurde, ob sie mich einmal anschieben sollen, damit ich auch mal eine Welle erwische. 😀 Übung macht aber schliesslich den Meister und nach ein paar Tagen gelang es auch mir besser Wellen zu erwischen. Als Souvenir an diesen ersten Tag alleine Surfen haben wir uns noch einen bösen Sonnenbrand geholt. Da man praktisch die ganze Zeit auf dem Brett an der Sonne liegt, haben wir uns trotz Sonnencrème die Rückseite der Beine verbrannt. Zum Glück trugen wir wenigsten unser Tauchtshirt.
Um auch mal etwas kulturelles von Honolulu zu sehen, machten wir uns auf zum Pearl Harbor Memorial. Da wir aber im Navi den falschen Punkt als Ziel angegeben haben, lotste es uns zu einer Militärbasis. Beim Eingang hielten sie uns an und zeigten uns netterweise, wie wir zu unserem gewünschten Ziel kamen. Zusätzlich wollten sie noch den Fahrausweis sehen. Dummerweise war Daniel am Steuer aber wir hatten nur meinen dabei. Wir gaben ihnen dann halt meinen Ausweis. Sie dachten sich wahrscheinlich, was für Idioten, aber haben gnädigerweise nichts gesagt und liessen uns weiterfahren. 😀
Beim Pearl Harbor Besucherzentrum gibt es die folgenden Sehenswürdigkeiten: das USS Arizona Memorial (ein während dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor gesunkenes Uboot), die USS Bowfin Submarine (ein noch intaktes Uboot, das während dem zweiten Weltkrieg aktiv war), das Battleship Missouri (ein noch intaktes Kriegsschiff, das ebenfalls während dem zweiten Weltkrieg aktiv war) und das Pacific Aviation Museum. Wir haben uns für das Uboot USS Bowfin entschieden und wurden nicht enttäuscht. Es war sehr eindrücklich zu sehen, auf wie engem Raum die Besatzung dort hauste. Es gab nicht einmal genügend Platz um für die gesamte Crew Betten aufzustellen, folglich gab es dort geteilte Betten und geschlafen wurde nacheinander, jeweils wenn man keinen Dienst hatte.
In Downtown Honolulu haben wir uns anschliessend noch den Iolani Palast angeschaut. Dieses war der Palast des Königs, denn Hawaii war während einer kurzen Zeit tatsächlich eine Monarchie. Interessiert hat uns dabei aber vor allem die Königsstatue. Denn der König hiess „King Kamehameha I“ und ja, er war tatsächlich Akira Toriyamas Inspiration für die Kampftechnik in Dragonball. (Voilà, unsere tägliche Dosis an unnützem Wissen hatten wir somit auch bereits erhalten. :D)
Zum Abschluss des Tages besuchte Daniel noch einen Arzt. Er hatte seit unserer Tauchsafari beim Great Barrier Riff ein Stechen in beiden Ohren, das nicht weniger wurde. Der Arzt hatte nun gemeint es wäre ein Infekt in beiden Ohren und hatte ihm für die folgenden drei Tage ein Antibiotikum und ein striktes Wasserverbot verschrieben. Somit war nun für Daniel Pause mit Surfen und Schnorcheln.
Unsere zweite Wanderung auf Oahu führte uns zum Kaena Point. Das ist der östlichste Punkt der Insel. Es war ein bewölkter Tag, was aber ganz angenehm war zum Wandern, da es die Hitze etwas reduzierte. Der Weg führte eindrücklich entlang der Klippe. Beim Kaena Point hat es ein kleines Naturreservat und wir sahen Tausendfüssler, Robben, Vögel und auch ein Wiesel flitzte an uns vorbei. Der Wanderweg war früher auch eine Offroadstrecke für 4×4 Amiautos. Unterdessen ist zu viel des Weges ins Meer abgebröckelt er ist zum Glück zu schmal für Autos. Man sieht allerdings an der Küste immer noch Überbleibsel von früheren Offroadversuchen Vigilix remote , die es nicht mehr heil zurück geschafft haben (Aufzuräumen scheint nicht so ihr Ding zu sein).
Unsere restlichen Tage auf Oahu gingen wir sehr entspannt an. Nadja versuchte weiter ihr Glück mit Surfen, Daniel arbeitete wegen seinem Infekt während drei Tagen an seiner Sonnenbräune. Danach durfte er dann aber auch wieder ins Wasser zum Surfen und Schwimmen. Die Zeit auf Hawaii mit süssem Nichtstun haben wir beide sehr genossen. Nun waren wir aber auch gespannt auf unsere nächste Station. Es ging weiter nach Nicaragua in Zentralamerika. Dort planten wir in einer Sprachschule in Granada an unseren Spanischkenntnissen zu feilen.

Fotoalben:

Honolulu Waikiki

Honolulu Downtown

Pearl Harbor Memorial

Diamond Head

Kaena Point

2 thoughts on “Hawaii – Vulkaninseln im Pazifik

  1. Hallo zusammen,schöner Bericht über Honolulu.
    Was war das für ein flauschiger Vogel auf dem Photo?Und hat es beim Vulkan nicht nach Schwefel gerochen.Kommt es Euch nicht komisch vor,wieder die Schulbank zu drücken,nachdem Ihr jetzt einfach in den Tag gelebt habt?
    Sonnige Grüsse aus der Schweiz

    1. Hoi Susi,
      Vielen Dank für dein Feedback. Das flauschige Ding war vermutlich ein junger Albatros. Der Vulkan war schon lange nicht mehr aktiv, uns blieb also der Geruch nach faulen Eiern dankbarerweise erspart. Ja, am Anfang war es schon ein bisschen seltsam, wieder in die Schule zu gehen (wir bekamen sogar Hausaufgaben :D). Aber man muss natürlich auch herausstreichen, dass wir nie einfach nur in den Tag gelebt haben. ;D
      Liebe Grüsse aus Kolumbien
      Nadja

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