Ecuador – Vom Amazonas bis in die Anden

Ecuador – Vom Amazonas bis in die Anden

Zurück in Quito

In Quito ruhten wir uns noch einen Tag aus, um uns von den schönen Strapazen der Tauchgänge auf den Galapagos Inseln zu erholen. Die Stadt selber ist irgendwie schön und heimelig, wenn man von oben herab schaut, aber auch sehr dreckig und voll von Abgasen, wenn man durch die Strassen spaziert. Deshalb genossen wir hauptsächlich das Essen und gemütliche Kaffeestuben. Generell ist uns aufgefallen, dass in Südamerika von oben herab Gesetze gemacht werden und entsprechend viele Schilder aufgestellt werden aber das nicht wirklich befolgt wird. Überall steht, dass man den Abfall entsorgen soll aber die Latinos werfen ihn ohne schlechtes Gewissen auf die Strasse oder aus dem Autofenster. Einmal habe ich einen beschimpft aber der hatte die Welt nicht mehr verstanden und mich nur verduzt angeschaut (mein Spanisch war vielleicht auch zu schlecht). 🙂 Immerhin gibt es zumindest in Kolumbien ein Umdenken. Unsere Lehrerin erzählte uns, dass sie es auch schlimm findet aber ihre Eltern werfen den Abfall noch aus dem Wohnzimmerfenster auf die Strasse.

Quito von der Terasse unseres Hostels

Die Busse in Quito scheinen Schweröl zu verbrennen ohne einen Filter zu haben. Wenn sie jeweils Gas geben kommen schwarze Rauchwolken raus und man kann für eine halbe Minute nicht mehr gut atmen (nicht nur wegen der Höhe). Der Boden vor den Ampeln, wo sie jeweils beschleunigten, war Pechschwarz von den Abgasen.

Im Dschungel – Cuyabeno (Bilder)

Anreise

Aufenthaltsraum

Euphorisch durch die Tierfilme wollten wir unbedingt in den Amazonas, um grosse Schlangen und andere Viecher zu sehen. Wir buchten einen Transport, der uns während 7 Stunden nachts von Quito nach Lago Agrio fuhr. Obwohl wir Glück mit den Sitzen hatten, konnte man wegen den kurvigen Strassen nicht wirklich schlafen. Am Morgen kriegten wir noch ein gutes Frühstück in Lago Agrio und machten ein kurzes Nickerchen in der Hängematte, bevor wir von einem Bus abgeholt wurden. Pünktlich fing es an zu regnen und als ich einen Einheimischen fragte, meinte er, das sei normal und ginge wahrscheinlich 4 Tage so. Was für ein Dreck!

Nach 2 Stunden Busfahrt ging es mit unserer Reisegruppe auf ein motorisiertes Kanu. Wir fuhren 3 Stunden den Cuyabenofluss hinauf tiefer in den Dschungel. Das Wasser war sehr bräunlich und man sah nicht einmal einen Meter in die Tiefe, was aber normal ist. Während der Fahrt zeigte uns der Guide ein paar Vögel auf den Bäumen aber ohne Fernglas sah man fast nur einen farbigen Fleck.

Bamboo Lodge

Wir hatten 3 Tage die Bamboo Lodge gebucht. Dort hat man ein Zimmer mit warmer (!!) Dusche und wird verpflegt. Der Luxuslevel war ziemlich hoch verglichen mit unserem Trek zur Ciudad Perdida (der verlorenen Stadt in Kolumbien), weil wir unser Gepäck jeweils im Zimmer lassen konnten und nicht mitschleppen mussten. Obwohl das Umweltbewusstsein in Ecuador noch nicht sehr entwickelt ist, gibt man sich bei den Lodges grosse Mühe. Der Abfall wird gesammelt und per Boot wieder nach Lago Agrio gefahren. Für die Toiletten gibt es einen septischen Tank. Die Lodge verfügte über Solarstrom, den wir am Abend noch für etwa 2 Stunden anzapfen konnten bevor der Dieselgenerator angeworfen wurde.

Abendprogramm

Am Nachmittag gings mit Muskelkraft im Kanu zu einer Lagune, wo wir pinke Delfine suchten. Leider springen sie nicht so hoch wie ihre Artgenossen, deshalb sieht man meistens nur die Rückenflosse oder kurz ihr Gesicht von weit weg. Zudem sahen wir nur graue, das heisst junge „pinke“ Delfine, die noch grau sind. Das Wasser der Lagunen ist pechschwarz und weisst einen hohen Säuregrad auf. Das macht es für viele Tiere schwierig. Zum Glück auch für Mücken, die in diesem Wasser nicht überleben können. Nach der Entdeckungstour durften wir in der Mitte der Lagune noch ein Bad im angenehm kühlen Wasser nehmen. Am Rand sollte man eher nicht schwimmen, da es dort Piranhas gibt.

Schwarzes Gold

Leider ist der Amazonas sehr reich an Öl, so dass auch hier ohne Rücksicht auf Verluste gefördert wird. Der einzige Grund warum der Bereich, in dem wir waren, noch existiert, ist der Tourismus. Es gibt zahlreiche Lodges, die genau das gleiche anbieten und eine grosse Anzahl an Touristen herüberschiffen. Obwohl das Öl eine niedere Qualität hat, ist es ein wichtiger Industriesektor für den Staat Ecuador. Auch wegen der Ölkrise (neben Korruption und Misswirtschaft) geht es Ecuador ziemich schlecht. Sie verwenden den US Dollar, da ihre Währung nichts mehr Wert ist bzw. niemand dran glaubt. Unser Guide erzählte uns, dass die Regierung Öl auf 10 Jahre an China verkauft hat, um an Geld zu kommen. Das heisst dann, dass die übernächste Regierung wohl ein Problem hat, aber das ist nicht das Problem der derzeitigen Regierung (ähnlich wie die Schuldenrückzahlung in Griechenland die 2030 fällig wird).

Wandern im Dschungel

Nach einem Frühstück gings zu unserer lang ersehnten Dschungelwanderung. Unser Ruderkanu wurde von einem Motorboot zum Startpunkt der Wanderung gezogen. Da es ziemlich schlammig sein kann, erhielten wir Gummistiefel. Unser Guide erklärte uns, dass wenn wir Vögel sehen möchten, müssen wir still sein. Sehr schwierig mit einer Familie bestehend aus einer 7-Jährigen ihrer Helikoptermutter und deren Grossmutter, die fröhlich drauflos quatschten. Leider mussten wir uns von unserer Erwartung grosse Tiere zu sehen verabschieden. Meistens sieht man nur kleinere Sachen, die aber trotzdem interessant sein können, wie zum Beispiel der giftige Pfeilfrosch (eines der giftigsten Tiere der Welt). Auch sehr eindrücklich war der Telefonbaum. Wenn man am Stamm klopft hört man das extrem weit. Die Ureinwohner verwendeten dies früher zur Kommunikation. Viele Stämme waren von einem Pilz befallen, was aber gewünscht war, da der Baum und der Pilz in einer Symbiose leben. Der Pilz kriegt vom Stamm Nahrung und verteidigt ihn dafür gegen andere Bäume. Klang ein bisschen seltsam aber wir sahen dann ein Beispiel von einer Liane, die den Baum zerstören würde, aber der Pilz hat sie dann befallen und in einem jahrelangen Kampf getötet. Im Urwald gibt es wenige riesige Bäume, die alles Sonnenlicht für sich beanspruchen. Die Bäume im Schatten bleiben solange klein, bis der grosse Baum stirbt bzw. umfällt. Lianen „helfen“ dabei gleich mehrere Bäume einzureissen, so dass es mehr Platz gibt. Unser Guide zeigte uns noch Termiten, die wir probiert hatten und sehr nussig schmeckten. Jetzt können wir sogar im Dschungel überleben. 🙂 Der letzte Teil führte uns durch einen Sumpf. Da ich vorausging, versenkte ich natürlich einen Fuss im tiefen Schlamm und als Resultat war mein Stiefel mit Schlamm gefüllt. Das war sehr angenehm für die Rückreise zur Lodge.

Telefonbaum

Auf dem Rückweg mussten wir paddeln. Wie im Militär erkennt man die asozialen ziemlich schnell. Von 8 Leuten waren etwa 4 konstant am paddeln und durften somit die anderen mittragen. Als Belohnung kamen wir etwa eine Stunde zu spät zum Mittagessen. Immerhin waren die Nichtpaddler schön laut im Urwald, so dass wir fast keine Tiere sahen.

Vor dem verhängnisvollen Tritt…

Kaimansuche am Abend

Am Abend hofften wir grössere Tiere zu sehen. Wir gingen auf Kaimansuche mit unserem Motorkanu. Der Guide leuchtete mit seiner Taschenlampe, die etwa so stark wie ein Polizeischeinwerfer war, links und rechts. Die Augen von Kaimanen und Schlangen reflektierten dann rot. Nach kurzer Zeit war er völlig happy, er hatte einen Kaiman gefunden. Die Tiere sind eher schüchtern und wir mussten äusserst ruhig sein, um ihn nicht zu verscheuchen. Natürlicherweise (wir waren immerhin im gefährlichen Dschungel) erwarteten wir ein riesiges Krokodil zu sehen. Unser Kaiman war aber maximal 2m gross und wir fragten, ob es denn ein Jungtier sei, was unser Guide aber verneinte. Das beinahe süss anmutende Wildtier war ausgewachsen. Weiters sahen wir auch noch 2 kleine Boas auf einem Baum bzw. unser Guide sah sie und zeigte sie uns. Die Tiere waren sehr spannend anzusehen, doch ein bisschen grösser (und gefährlicher?) hatten wir uns das Ganze schon vorgestellt.

Traditionelles Brot backen

Den dritten Tag wollten wir ursprünglich durch einen weiteren Kanutag ersetzen, da uns das Eingeborenenzeugs nicht so zusagt und auch die Reviews auf TripAdvisor dazu mässig waren. Jedoch hätten wir nochmals die gleiche Wanderung mit den gleichen Informationen machen müssen, anstatt auf dem Fluss rumpaddeln zu können, deshalb entschieden wir uns den Kulturtag halt trotzdem zu machen.

Mit dem Motorkanu gings nochmals 2 Stunden tiefer in den Dschungel hinein. Wir hatten grosses Glück und sahen diesmal die wirklichen pinken Delfine (Fotos waren ziemlich unmöglich), Affen und Vögel. Leider sahen wir aber immer noch keine Anakondas.

Yucawurzeln zu Mehl raffeln

Wir besuchten den Stamm der Sionas. Neben ihren Holzhütten waren 5 indigene Yamaha Bootsmotoren aufgereiht, die die Ureinwohner aus lokalen Wurzeln und Blättern hergestellt hatten, und das Ganze mit einem Schamanenritual fertigstellten… Am Anfang gingen wir mit einer älteren Frau Yucawurzeln ausgraben und schälen. Diese Wurzeln mahlten wir dann zu Mehl (oder besser sie machte es, da wir zu langsam waren) mit altertümlichen Instrumenten. In einer Art Bratpfanne über einem Feuer bereitete sie danach eine Art Fladenbrot zu, die einzig aus dem Mehl bestand. Wir waren ziemlich beeindruckt, da sie keine zusätzlichen Zutaten verwendete und das Brot schmeckte zwar fad aber besser als das Durchschnittsbrot in Südamerika (da herrscht normalerweise Erstickungsgefahr). Wir waren positiv beeindruckt von diesem ersten Teil.

Schamanen

Weiter gings mit dem Boot zu einem Schamanenfest. Wir spazierten zur Turnhalle an einem Kinderspielplatz vorbei. Dort wurde unser Guide per Mikrofon willkommen geheissen und ein weiterer geehrt für seine Arbeit mit den Stämmen. Wir durften nun einem „echten“ Ritual beiwohnen. Die Schamanen hatten sich laut Moderator während ein paar Tagen mit Ayahuaca zugedröhnt (einem Halluzinogen). Danach setzten sich Einheimische vor ihnen auf den Boden und entblösten ihren Oberkörper (Frauen durften ihr T-Shirt anbehalten, dann sei die Wirkung einfach ein bisschen schwächer). Meistens sind es Leute, die irgendwelche Gebrechen oder Probleme haben. Die Schamanen entziehen ihnen dann mit Gemurmel die schlechte Energie (man kennts von Sekten), um sie zu heilen. Während dem Prozess kam noch ein verspäteter Schaman. Man fand schnell einen Plastikstuhl für ihn, so dass er auch heilen konnte. Er war sogar so gut, dass er nicht einmal mit dem Rauchen aufhören musste (westliche Zigarette). Während dem Murmeln wurden die zu Heilenden mit einer Nesselpflanze am Rücken berührt, was zu einem verbrennungsartigen Ausschlag mit Blasenbildung führte.

Bunte Schamanen beim Zaubern in der Turnhalle

Nun kam die grosse Stunde der Touristen. Für lächerliche 5 USD konnte man sich dem Ritual unterziehen lassen, wenn das kein Schnäppchen war! Wir sollten die Schamanen importieren und so unsere Krankenkassen sanieren. Danach durften alle ein Blasrohr ausprobieren und auf eine Puppe schiessen. Wenn man sie traf, wurde man von böser Energie befreit. Die Schamanen erhielten jeweils ein Bier, wenn sie trafen. Dies ist in den antiken Zeichen der Inkas so niedergeschrieben worden. Lange Rede kurzer Sinn, wir waren total gelangweilt von diesem Touristenbetrug. Nach einer Stunde Nichtstun machten wir Druck auf den Guide, damit wir endlich zurückfahren konnten. Für ihn war es wohl wie ein Klassentreffen, so dass er nach einiger Zeit widerwillig zusagte.

Im Internet findet man dazu diverse Quellen, die klar beschreiben, dass man das Ritual nicht kaufen kann. Wenn man es kann, sind es häufig Leute von ausserhalb, die so ihr Geld verdienen, aber keine echten Schamanen. Das Ritual gibt es nur gratis und auf Einladung.

Tarantelsuche

Am Abend ging es auf einen Waldspaziergang um Taranteln zu suchen. Leider war der Himmel wolkenlos und der Mond zu hell. Deshalb sahen wir fast keine nachtaktiven Tiere. Unser Guide zeigte uns noch einen toten Käfer an einem Stamm. Zuerst denkt man „super, das sehe ich auch Zuhause“, die Todesursache war aber sehr spannend. Der Käfer wurde von einem Zombiepilz getötet. Seine Sporen „treffen“ teilweise Käfer, die dann verwirrt sind und sich in einem Stamm festbeissen. Danach sterben sie dort und werden vom Pilz „gefressen“. Von einer Tarantel sahen wir nur die Beine, obwohl unser Guide sie versuchte aus dem Erdloch zu locken.

Anakondas

Am letzten Tag ging es frühmorgens mit dem motorisierten Kanu los zu einer Vogelbeobachtung. Wir hatten Glück und sahen einige davon und auch viele Affen. Nach dem Frühstück ging es dann gleich weiter, raus aus dem Urwald und zurück nach Quito. Zu unserer Enttäuschung hatten wir nach 3 Tagen immer noch keine Anakonda gesehen. Nadja liess sich im Spass vom Bootsfahrer versprechen, dass er eine Anakonda für uns finden müsse. Er hielt sein Wort und wir sahen im 20-Minutentakt immer grössere Anakondas. Mit einer Babyanakonda fings an und wir (oder der Bootsfahrer) entdeckte immer grössere. Die grösste von den 5, die wir sahen, war ca. 3m lang (sie schlief eingerollt). Unser Hauptguide fuhr in einem anderen Boot zurück, welches unterwegs noch kaputt ging. Also ich ihm von den vielen Anakondas erzählte, war er total überrascht, sie hatten das Pech keine einzige gesehen zu haben.

Noch mehr Anakondas

Zurück nach Quito gings dann während 9 Stunden wieder mit dem Bus. Der Bus hatte einen Fernseher (sehr wichtig für Südamerikaner) und wir schauten 3 zusammengeschnittene Anakondafilme während 6 Stunden auf Spanisch. Die Handlung war immer dieselbe (mutierte Anakondas fressen Touristen) aber es war so laut, dass man nicht weghören bzw. sehen konnte.
Unterwegs wurden wir noch von der Polizei angehalten und unser Gepäck kontrolliert. Angeblich gab es vor 5 Tagen einen Busunfall mit 24 Toten. Nebenbei wurden im Unfallbus noch 80 Kilogramm Kokain gefunden. Der Busunfall erstaunt nicht so sehr, da sogar die Busfahrer wie die grössten Räuber fahren und Wartung gehört nun wirklich nicht zu den Paradedisziplinen der Südamerikaner.

Quilotoa Loop Trek (Bilder)

Wir entschieden uns spontan unseren Aufenthalt in Ecuador um eine Woche zu verlängern, da alles schön nahe beieinander lag und uns das Land egal war, solange es schön war und verschiedene Aktivitäten bot. Und das fanden wir in Ecuador mit einer viertägigen Wanderung zur Lagune von Quilotoa.

Dazu wanderten wir während 3 Tagen von Sigchos nach Quilotoa. Der Trek sprach uns besonders an, da es in jedem Dorf Hotels mit Halbpension gab. Wir mussten also kein Essen mitschleppen und konnten an jedem Tag eine warme Dusche nach dem Wandern geniessen. Auch mussten wir keinen Guide haben für diese Wanderung und konnten somit unser eigenes Tempo laufen und Pausen machen, wo wir wollten (also keine). 🙂 Anfangs waren wir noch unsicher, da wir in Blogs von US-Amerikanern entnahmen, dass der Weg schwierig auffindbar war und so weiter. Wir hatten jedoch während den ersten 2 Tagen überhaupt keine Probleme. Wahrscheinlich gingen so viele Gringos verloren, dass sie überall Pfeile hingemacht hatten. Zudem erklärten uns Dorfbewohner ungefragt immer wieder den Weg. Obwohl mir in Salento (Kolumbien) die Höhe noch zu schaffen gemacht hatte (Kopfschmerzen), merkten wir hier überhaupt nichts mehr.

Süsses

Es wurde uns empfohlen etwas Süsses mitzubringen, da die Kinder in den Dörfern immer danach fragen würden. Also nahmen wir eine Packung Schleckstängel mit. Tatsächlich kamen die Kinder jeweils angerannt und baten um Süsses. Leider waren sie für unser Verständnis sehr schlecht erzogen. Sie sagten selten Danke und wollten noch mehr und logen uns an (bitte noch je ein Schleckstängel für meine 10 Geschwister und meine Eltern). Auch mussten wir sie teilweise die Verpackung wieder auflesen lassen, die sie ins Gras warfen. Daneben weideten oft die Kühe ihrer Eltern, die das Zeugs dann wohl gefressen hätten. Generell sah man auch hier wieder zu viel Abfall von Einheimischen, obwohl ihr Überleben auf der Natur basierte.

Chugchilan nach Quilotoa

Bisher (von Sigchos via Isinlivi nach Chugchilan) waren wir einiges zu schnell unterwegs und die Wanderungen war kürzer als erwartet. Vor allem hatten wir uns an die dünne Luft gewöhnt, welche uns nicht mehr so sehr zu schaffen machte. Beim letzten Abschnitt nach Quilotoa folgte uns noch ein Streuner, obwohl wir erst dachten, der Hund gehöre zum Hotel. Wir erwarteten, dass er nach ein paar 100m umdrehen würde, aber der arme Kerl folgte uns den ganzen Tag. Leider sollte er sich die falschen Herrchen ausgesucht haben…

Unterwegs mit unserem treuen Begleiter

Nach 3 Stunden wandern waren wir bereits bei der Lagune von Quilotoa. Die Rundwanderung einmal rund um die Lagune wollten wir erst am nächsten Tag machen, also entschieden wir uns direkt nach Quilotoa zu marschieren. Auf unserer Beschreibung stand, wir sollten dem Kraterrand entlanglaufen. Wir sahen einen grossen rotgelben Pfeil (die hatten uns zuverlässig den Weg während den vergangenen 3 Tagen angegeben) und folgten ihm. Es erstaunte uns ein bisschen, dass wir nicht auf dem Rand liefen, sondern eher etwas daneben. So 100% sicher waren wir uns aber über den englischen Begriff „rim“ nicht. Wir liefen während etwa 1 Stunde mehr oder weniger in der Nähe des Kraterrandes bevor es nach unten ging, was uns dann doch erstaunte. Wir fragten noch eine Bäuerin, wo es nach Quilotoa ging. Sie zeigte wieder hoch zum Kraterrand. Das konnte ja gar nicht sein, weil dort hatte es ja gar keine rotgelben Markierungen, also folgten wir weiter unserem Weg. Nachdem wir uns noch ein paar Male verliefen und die Markierungen wieder suchen mussten, folgten wir ihnen bis wieder zurück zum Fluss im Tal unten. Das Auf und Ab waren wir uns gewohnt, da die bisherigen Tage genau gleich verliefen. Man lief jeweils 2x runter um wieder 2x rauf zu laufen. Nadja bemerkte aber dann, dass wir den Fluss nicht mehr queren sollten laut Karte.

Selfie vor der verhängnisvollen Abzweigung

Wir mussten also einsehen, dass wir 2 Stunden lang falsch den Berg hinuntergelaufen sind. Laut Google Maps liefen wir wieder einen Drittel zurück Richtung Chugchilan. Diese verdammten Pfeile! Wir sahen auf der Karte eine Hauptstrasse auf dem anderen Bergrücken. Also entschieden wir uns praktisch Luftlinie den Hang bis zur Strasse hochzulaufen (und hofften nicht unterwegs auf eine Felswand zu stossen). Was uns nach etwas mehr als einer Stunde auch gelang. Danach ging es nochmals eine Stunde der Hauptstrasse entlang nach Quilotoa, wo wir dann völlig erschöpft in unserem Hotel ankamen. Unser tierischer Begleiter machte die ganze Tortur mit. Wir kauften ihm als Wiedergutmachung noch ein Brot (Hundefutter wurde keines verkauft) aber wir konnten ihn an diesem Abend nicht mehr finden.

Hotel

Im Hotel wollten wir eine warme Dusche geniessen, welche leider wieder einmal nicht funktionerte. Auf 3800m ist es aber ziemlich kalt, somit fällt eine kalte Dusche schon mal weg. Wie immer in Ecuador haben wir unser Problem erklärt und danach haben sie den Boiler angeworfen. Isolation und Heizungen sind auch nicht sehr verbreitet. Generell lasen wir oft in den Reviews, dass es kein Warmwasser gab und sonst noch Probleme mit den Hotels. Im Gegensatz zur Schweiz muss man einfach jemanden suchen, der das Problem dann lösen kann. Ohne Spanisch wären wir aufgeschmissen gewesen. Man darf nicht erwarten, das Sachen einfach funktionieren. Dafür ist die Flexiblität extrem hoch, wenn man Spezialwünsche hat.

Am Abend wurde noch der Australier Eddie von Tasmanien zu uns an den Tisch gesetzt. Er schämte sich dafür aber wir erklärten ihm, dass dies hier normal sei. Der Geographielehrer ist während 6 Monaten in Südamerika mit dem Velo unterwegs und startete in Bogota an. Sämtliches Gepäck, inklusive Zelt, schleppte er auf seinem Velo mit. Wir waren ziemlich beeindruckt. Er gestand uns, dass er auf der Hauptstrasse sein Velo das erste Mal schieben musste wegen der extremen Steigung und dem Gegenwind. Generell scheint Südamerika so ziemlich die mühsamste Region zum Radfahren zu sein, da es immer rauf und runter geht.

Quilotoa Loop

Am nächsten Morgen fanden wir „unseren“ Hund wieder und konnten ihm das Brot verfüttern. Eddie erwähnte, dass der Hund die Nacht neben seinem Zelt im Windschatten verbracht hatte. Der Hund schien ihn als neues Herrchen akzeptiert zu haben und folgte ihm nun. Wahrscheinlich hatte er realisiert, dass wir ein zu grosses Risiko waren. 🙂

Bevor es zurück mit dem Bus nach Latacunga ging, wanderten wir noch um den Quilotoasee und genossen den schönen Ausblick. Wir realisierten, dass unser falsches Abbiegen uns etwa 3 Stunden extra gekostet hatte, da die gesamte Wanderung um den See nur 4 Stunden betrug.

Quilotoasee

In Latacunga hatte unser Hotel wegen einem Stromausfall auch kein Warmwasser. Als uns der Besitzer endlich glaubte, dass wir auch den richtigen Hahnen für das Warmwasser öffneten, gab er uns ein anderes Zimmer, welches noch Warmwasser aus einem anderen Boiler hatte.

Baños (Bilder)

Nach den vielen Wanderungen war mal wieder etwas anderes angesagt. So buchten wir einen Bus nach Baños, einem Urlaubsort der Ecuadorianer. Der Ort ist bekannt für Actionsport, wie River Rafting, Bungee Jumping, Ziplining, Downhill Biking und vielem mehr. Nach einer mühsamen aber kurzen Busfahrt von etwa 4 Stunden kamen wir problemlos an. Der Ort war total überlaufen, nicht nur von ausländischen Touristen, sondern auch von einheimischen, die übers Wochenende dort waren.

Nach dem Hotelcheckin liefen wir ein bisschen im Dorf herum und entdeckten interessanterweise viele Cafés und Restaurants mit einem Schweizerkreuz. Ein Raclette wollten wir dann aber doch nicht riskieren, deshalb genossen wir nur einen Kaffee im „Ponche Suizo“. Was das Kaffee mit der Schweiz zu tun hatte, erschloss sich uns aber nicht so ganz.

Am Abend entschlossen wir uns spontan asiatisch Essen zu gehen, da wir seit Wochen Reis, Bohnen, Salat (ohne Sauce) und ein Protein (Fleisch, Fisch oder, wenn man danach fragte, auch mal ein Spiegelei) assen. Das Essen war ziemlich gut. Leider hatte die Serviertochter das mit den Handschuhen nicht verstanden. Schon als wir ankamen waren sie total dreckig und sie wechselte sie nicht. Damit servierte sie dann auch unser Essen, nachdem sie noch kurz mit eben diesen Handschuhen den Müll rausbrachte. Da blieb uns dann fast das Essen im Hals stecken. Generell hatten wir in Südamerika so alle Wochen abwechselnd mittlere bis schwerere Magenverstimmungen.

Ruta de Cascadas

Unser erstes Abenteuer sollte eine Biketour entlang der Wasserfälle werden. Im Dorf hatte es unzählige Agenturen, die die gleichen Aktivitäten anboten. Wir mieteten die Velos direkt bei unserem Hotel für 5 USD pro Person und Tag (in Australien hätten wir 30 AUD pro Halbtag bezahlt). Die Velos waren dann auch in entsprechendem Zustand, ohne Schutzbleche und mit nur halb funktionierender Gangschaltung. Immerhin bekamen wir einen Helm. Baños soll ein Mekka für Radfahrer sein, das würden wir so nicht ganz unterschreiben.

Die 18km gingen mehrheitlich bergab und oft auf der Hauptstrasse mit Autos, Bussen und Lastwagen, die das Öl direkt zu verbrennen schienen. Immerhin gab es bei den meisten Tunneln einen Weg aussen vorbei. Das Problem war wieder einmal, dass wir verschiedene Länder bereist hatten und die Wasserfälle von Ecuador nichts spezielles mehr waren für uns. Am Ende kamen wir in einem Dorf namens Rio Verde an, wo wir gegen eine Gebühr und 30 Minuten laufen bei einem grossen Wasserfall ankamen. Dies war beeindruckender, da man weit unten war und somit die unglaubliche Kraft der Wassermassen besser mitbekam.

Bevor wir uns auf den Rückweg machten, fuhren wir noch ein paar 100m aus dem Zentrum raus. Dort bekam man für weniger als 5 USD pro Person eine Vorspreise, Hauptspeise (wie immer Reis, etwas Salat und ein Protein) und einen Saft. Unser Timing war perfekt und es fing stark an zu regnen. Nach 30 Minuten gaben wir auf und fuhren trotzdem los. Dank den fehlenden Schutzblechen wurden wir mit Dreckwasser hinten und vorne vollgespritzt, die Lastwagen erledigten das Übrige. Zurück im Hotel wuschen wir neben uns gleich noch die am selben Morgen von der Wäscherei zurückerhaltenen Kleider unter der Dusche.

Casa del Arbol

Wir entschieden uns gegen das River Rafting, da es hier nur Grad 3-4 Flüsse gab im Gegensatz zu Neuseeland mit Grad 5. Wir hatten sehr schlechte Erfahrungen in Slowenien gemacht bei einem einfachen River Rafting. Als eine, sich selbst überschätzende, Rentnergruppe aus England mit von der Partie war. Sie verhielten sich als wären sie 20, was ja an sich schön wäre. Leider waren sie beim Paddeln dann eher 90, so dass wir jeden Felsen rammten. Beim Boot raustragen, hatten sich dann doch plötzlich Gebrechen, so dass wir es zu Viert tragen mussten und natürlich beinahe unter dem Gewicht zusammenbrachen.

Lange Rede kurzer Sinn, wir machten uns mit einer mässigen Karte auf zu einer Schaukel auf einem Berg. Auf der Karte war nur ein Weg eingezeichnet, natürlich gab es unterwegs viele Abzweigungen. Nach ein paar Mal verlaufen und Hilfestellungen von Einheimischen kamen wir nach ein paar Stunden trotzdem oben an.

Der Eintritt von einem USD war doch sehr günstig und die Schaukel war ganz witzig. Vor allem wurde man von einem Mitarbeiter beschleunigt und hatte ein wunderbares Panorama. Vor der Rückfahrt genossen wir wieder ein klassiches „Almuerzo“ (Mittagessen) mit Reis, Bohnen, Salat und einem Protein. Zum Glück sind sie in Ecuador auch immer flexibel und wir konnten das Fleisch mit Spiegeleiern für Nadja austauschen.

Heisse Quellen

An unserem letzten Tag wollten wir mal etwas anderes als Reis und Bohnen essen, also suchten wir einen Mexikaner auf. Wir assen einen Burrito mit Käse, etwas Gemüse und natürlich Reis und Bohnen. 🙂 Der Besitzer war ein Amerikaner, der in Ecuador geboren wurde und jetzt für ein paar Jahre zurückkam, weil er mal ein Restaurant führen wollte. Das Restaurant schien ziemlich neu zu sein, da sie für Werbezwecke gleich noch Fotos von uns machen wollten während dem Essen.

Baños ist auch bekannt für seine heissen Quellen. Nach 20 Minuten laufen bei kalten Temperaturen (eigentlich sollte es warm sein aber irgendwie war das Wetter kaputt) erreichten wir endlich die Quelle. Wir mussten eine obligatorische Badekappe mieten und konnten uns umziehen. Anders als bei uns, sind die Umziehkabinen draussen, man friert also ziemlich schnell. Es hatte etwa 5 Bäder, wobei sich die Mehrheit der Besucher auf ein kleines warmes Bassin konzentrierte. Wir „genossen“ das eher enge Bad mit vielen Senioren und kleinen Kindern. Das Wasser war gelblich gefärbt, was hoffentlich dem Schwefel geschuldet war. Leider kamen wir nicht umhin einen leicht urinhaltigen Geruch zu bemerken. Das trübte unsere Erfahrung doch sehr, da wir nicht wussten, wie kontinent die Senioren waren bzw. wie gut erzogen die Kinder. Generell schaut man eher auf sich selber. Wenn einem Wasser ins Gesicht gespritzt wird, gibt es keine Entschuldigung oder so.

Nach einer Stunde hatten wir es dann gesehen und es war wohl der letzte Besuch einer heissen Quelle. Wir lassen auch Reviews von Touristen, die heisse Quellen in Peru besucht hatten mit ähnlichen Erfahrungen. Der geringe Preis macht die Hygiene einfach nicht wett. 

Guayaquil (Bilder)

Guayaquil hatten wir nicht auf dem Plan aber seltsamerweise sind Flüge von hier über Quito nach Lima günstiger, als direkt von Quito zu fliegen. Wir schlenderten am Tag ein bisschen durch die Stadt und waren positiv überrascht, da es einiges moderner und sauberer war als Quito.

Flug versus Bus

Nach dem katastrophalen Grenzübertritt nach Ecuador wollten wir unbedingt nach Peru fliegen. Der günstigste Flug war etwa 300 CHF pro Person mit der ecuadorianischen Staatsairline (Tame). Während dem Buchungsprozess überprüfte ich noch kurz die Reviews. Noch nie hatte ich so haarsträubende Reviews über ein Unternehmen gesehen. Die Probleme gingen von häufig (und ohne Informationen) abgesagten Flügen, über verlorenes und zerstörtes Gepäck bis hin zu Unruhen von Passagieren am Flughafen. Teilweise musste die Polizei aufgeboten werden, um die Passagiere zu beruhigen, da man irgendwelche (Gringo-)Gebühren erfand, die den Preis verdoppelten. Das Checkin Personal wurde auch schon angespuckt wegen ihrem assozialen Verhalten, etc. Die nächst teurere Airline fing bei 700 CHF pro Person an. Also entschieden wir uns schweren Herzens für einen Bus. Immerhin konnten wir ein Luxusunternehmen buchen und sie würden den Grenzübertritt mit uns machen.

Cruz del Sur

Wir buchten Erstklasstickets bei Cruz del Sur. Unser Plan war nach Tumbes in Peru zu fahren und dort einen nationalen Flug nach Lima zu nehmen. Der Bus würde direkt weiter nach Lima fahren aber das dauert dann ab der Grenze nochmals so zwischen 20-30 Stunden. Auch bei besseren Busunternehmen schwingt das Risiko einer Absage mit. Dann wird man irgendwo andershin verfrachtet (und man muss noch um eine Rückerstattung eines Teils des Preises kämpfen) und die Zeit wird dann gefühlt noch länger. Einziger Schwachpunkt unseres Plans war die 8-stündige Wartezeit in Tumbes. So schlecht ist das aber auch nicht, da man nie weiss, was unterwegs so passiert. Am Tag vor der Abfahrt suchten wir noch das Ticketoffice, um sicher zu gehen, dass wir bei der richtigen Busstation waren. Per Zufall erfuhren wir dann, dass wir nicht erst um 08:30 Uhr, sondern schon um 07:00 Uhr da sein müssen. Schon mal Glück gehabt. Diese Information war nirgends zu finden.

Unser Bus

Fahrt nach Tumbes mit Grenzübertritt

Wir mussten unser Gepäck wie am Flughafen einchecken am nächsten Morgen. Der Bus fuhr fast pünktlich ab und wir waren überglücklich mit unseren Sitzen. Sie waren extrem breit und bequem und jeder hatte einen kleinen Bildschirm. Auch waren wir durch die „besseren“ Tickets die mühsamen Leute los und es war ziemlich ruhig. Die nervigen Verkäufer wurden auch nicht in den Bus gelassen und auch keine Leute unterwegs aufgegabelt. So darf es sein!

Wir dachten, dass wir an der Grenze Glück hatten, da es fast keine Leute hatte. Jedoch wurde nur ein Schalter geöffnet, so dass die Ausreise aus Ecuador trotzdem 3 Stunden dauerte. Wir waren zwar viel schneller durch aber viele Mitreisende hatten ganze Mappen mit Dokumenten für den Grenzübertritt dabei, was natürlich viel Zeit beanspruchte. Danach gings weiter zur Grenze in Peru.

Die Einreise in Peru dauerte nochmals 2 Stunden aber es war trotzdem weniger stressig, da es geordneter war als in Kolumbien. Immer wieder versuchten sich Leute (Frauen zwischen 40-60) vorbeizudrängen, denen es teilweise auch leider gelang. Eine Frau versuchte mit ihrer Teenagertochter die „Kleine Kinder“-Schlange zu verwenden und wurde auf dem Weg zum Schalter solange dumm angemacht, bis die Beamten nachfragten und sie schliesslich rauswarfen. Wir trafen noch einen Peruaner, der geschäftlich reiste. Er meinte diese Grenzübertritte sind immer so schlecht und langsam.

Als wir an der peruanischen Grenze in der Einreiseschlange warteten, brachte unser Busbegleiter noch einen verloren gegangenen Touristen zu uns in die Schlange. Der arme Kerl wurde auf der ecuadorianischen Seite vergessen und musste mit dem Taxi unserem Bus nachfahren zur peruanischen Grenze (die beiden Grenzgebäude sind etwa 4km entfernt voneinander). Und das, obwohl der Busbegleiter bei der Abfahrt auf der ecuadorianischen Seite extra noch durch den Bus lief und alle zählte… Als er bei der nächsten Abfahrt wieder zum Zählen vorbeikam wurde er dann von diversen Passagieren auf den Arm genommen. 😀

Tumbes

Durch den sehr langsamen Grenzübertritt hatten wir viel weniger Zeit in Tumbes. Wir genossen ein Abendessen und fuhren danach an den kleinen Flughafen, von wo aus wir direkt nach Lima flogen. Das Personal am kleinen Flughafen war gelangweilt, so dass wir 3 Leute für den Check-In hatten. Unser Plan ist also mehr oder weniger gut aufgegangen und wir waren mit Gepäck in Peru und kamen noch am gleichen Abend in Lima an.




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