Auf zur Südinsel – von Whanganui nach Marahau

Auf zur Südinsel – von Whanganui nach Marahau

Nach einem erholsamen Tag nach dem Tongariro Crossing ging es weiter nach Whanganui, wo wir einen Zwischenhalt machten, um die Distanz bis zum südlichen Ende der Nordinsel zu brechen. Wir lösten uns einen ATP Pass da unsere Zeitzone perfekt war, um Federer im Livestream am Turnier von Indian Wells zu sehen. Schade verlor er im Final knapp gegen Juan Martin del Potro, aber immerhin war es ein sehr spannender Match.
Am folgenden Tag fuhren wir zum Whanganui Sky Loop. Die Wanderung führte uns über diverse Bergrücken rauf und runter. Wir versprachen uns schöne Aussichten, leider sahen wir nur Bäume, eine kleine Wildsau und zwei Ziegen (Mutter und Kind), die wir aus Versehen voneinander trennten. Der Campingplatz in der Mitte stellte sich als eine Überdachung und einem, von Schafen verschissenen Tisch, heraus. Vom Trinkwasser machten wir keinen Gebrauch, da es einfach vom Dach aufgefangenes Regenwasser zu sein schien (mit verrotteten Blättern im Kanal).
Unser letzter Stop der Nordinsel war Wellington. Auf dem Weg gingen wir noch beim Staglands Wildlife Reserve vorbei, einem Tierpark nicht unähnlich dem von Arth Goldau. Wir erwarteten schreiende Kinderscharen aber es war dann doch ganz friedlich. Obwohl die Tiere schon ziemlich fett aussahen, kauften wir uns auch noch ein bisschen Futter für sie.
Wellington gefiel uns viel besser als Auckland, da es vor allem an der Cuba Street sehr gemütlich war mit vielen Cafés, Bars und Restaurants. Im Museum gab es eine besondere Ausstellung über Neuseeland im ersten Weltkrieg. Speziell gefallen haben uns die Berichte von Soldaten inklusive dem geschichtlichen Hintergrund und wie sich die Stimmung über die Zeit veränderte. Die Kiwis waren ziemlich euphorisch am Anfang aber es endete in einem Desaster für sie und sie zogen sich zurück. Der Fokus unserer Schulausbildung liegt verständlicherweise klar auf Europa, so dass wir von diesem Teil nicht viel wussten.
Nach zwei Tagen in Wellington nahmen wir die Autofähre auf die Südinsel, mit welcher sogar auch ganze Lastwagen verschifft wurden. Unser Onlinepreis war noch günstiger wie das Sonderangebot unseres Mietwagenanbieters. Es lohnt sich wohl häufig noch ein bisschen zu recherchieren bevor man ein falsches Schnäppchen ergattert. Nach einer ruhigen Überfahrt gings weiter auf einer Scenic Route über kurvenreiche Strasse nach Marahau, dem Startpunkt für den Abel Tasman Great Walk.

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