Abstecher nach Margaret River

Abstecher nach Margaret River

Jewel Cave

Nach der sehr erfolgreichen Camperabgabe hatten wir uns direkt ein Auto gemietet, da wir den Camper nur 22 statt 27 Tage mieten konnten. Da wir nach der Abgabe direkt weiterfliegen wollten, mieteten wir es am Perth Flughafen. Dort angekommen sagte unser Taxifahrer, dass man seiner Meinung nach, hier kein Auto mieten könne. Wir stiegen trotzdem aus und machten uns auf die Sache nach dem „Meeting Point Terminal 1/2“. Natürlich wurden wir nicht fündig und erkundigten uns bei einem Autoanbieter, wo wir hinmüssten. Wir wurden zum Parkplatz gelotst, fanden dort einige Anbieter aber unseren nicht. Nach einem erneuten genauen Studium der Mietbedingungen fanden wir heraus, dass wir den Vermieter anrufen mussten. Die nette Dame am anderen Ende der Leitung war hocherfreut uns endlich erreichen zu können und verlangte nach mir, da ich ja das Auto gebucht hatte. Es stellte sich heraus, dass sie jeweils das Auto direkt an den Flughafen so als Concierge Service bringen. Nach 40 Minuten kam sie an und es erfolgte eine unkomplizierte Übergabe, wo wieder mal mein CVV Code der Kreditkarte abgeschrieben wurde (trotz Freigabe über PIN am Terminal). Das war bereits das 10. Mal seit Neuseeland. Man überlegt sich dann, wo diese Daten hinterlegt werden, wenn sie es schon auf einen Notizzettel schreibt? Note to myself, Kreditkarte wechseln nach der Weltreise…
Nach 22 Tagen Brot + Hüttenkäse bzw. Cantadou zum Mittagessen gönnten wir uns wieder mal einen Subway. Voller Elan fuhren wir weiter, da wir nicht zu lange in der Dunkelheit fahren wollten, denn da tötet man die meisten Kängurus (und sie beschädigen unseren Wagen). Das Fahrgefühl war schon speziell nach dem Camper, da man wieder so tief sass und der Wagen einfach zu maneuvrieren und beschleunigen war. Vor allem neben den grossen Australischen Autos bei denen man knapp übers Rad sieht. Wir kamen 30 Minuten nach dem eindunkeln an (um 7 Uhr ists bereits dunkel) und hatten Glück mit dem Hostel. Es ist riesig und es hatte nur 4 Gäste, sprich wir hatten schnelles Internet, eine grosse Küche und den ganzen Essbereich praktisch für uns allein.
Da uns die Wanderungen in Australien nicht so zusagten (stacheliges Gebüsch, Schlangen und Spinnen), gingen wir eine Höhle anschauen, den Lake Cave was ziemlich eindrücklich war. Wir wurden von einem humorvollen Guide eine Stunde durch die Höhle geführt ohne unseren Schädel beim „Splitting Headache“ und „Headache Rock“ zu spalten. Margaret River ist bekannt als Surferparadies. Nahe bei unseren Hostel gibt es einen Surferpoint, wo man die Aussicht geniessen darf und erfahrenen Surfen zuschauen kann. Leider war das Wetter nicht so gut, so hatte es nur 2 Surfer. Eventuell hatte es auch mit der Weissen Hai Sichtung vor einer Woche zu tun oder dem Haiangriff vor knapp einem Monat (Anmerkung: Es sterben Millionen Mal mehr Haie durch Menschen als umgekehrt. Vor allem durch die chinesische Fischerei welche nur die Flossen für die Suppe verwendet und den lebendige Hai im Wasser verrecken lässt).
Wir genossen vor allem das Hostel im Margaret River und unternahmen nicht sehr viel. Trotzdem reichte es noch für das Eagle Sanctuary, wo kranke Raubvögel gepflegt und falls möglich wieder ausgewildert werden. Wir traffen pünktlich zu einer Show ein, wo man einen Vogel halten durfte. Anfangs waren wir enttäuscht, da es „nur“ eine Eule war und kein Adler aber der Wärter strotzte vor Begeisterung und machte es sehr interessant. Australien ist einiges der wenigen Länder (oder sogar das Einzige) wo man Adler noch schiessen darf, obwohl sie teileise bedroht sind. Dies hat historisch mit der Viehwirtschaft zu tun. Laut dem Vogelguru fressen diese aber zu 98% tote Schafe und falls lebendige, dann kranke oder genetisch kranke. In den letzten 50 Jahren wurden deshalb über eine Million Adler systematisch geschossen. Der Park schien von einem älteren Ehepaar geführt zu werden, welcher ohne Regierungsunterstützung auskommen muss und vollständig von Spenden finanziert wird. Später gaben wir uns noch den Jewel Cave, welcher dann weniger interessant war als der Lake Cave, da sich diese Tropfsteinhöhlen alle ziemlich ähnlich sind (für Laien jedenfalls). In die Höhlen wurden künstliche Bewässerungssysteme eingebaut, da der Wasserspiegel kontinuierlich am sinken ist. Warum das passiert weiss man nicht aber dadurch sterben alle Organismen in diesen Gewässern weg. Witzig war auch noch die Fantasie walten zu lassen und Figuren in den Stalaktiten und Stalagmiten zu erkennen.
Tags darauf unternahmen wir nochmals einen Versuch zum Surfers Point, da es stärker windete. Es hatte beeindruckende Wellen und viele Surfer. Interessanterweise waren viele ein bisschen älter (um die 40). Das kann auch an der frühen Nachmittagszeit gelegen haben. Jedenfalls waren sie ziemlich talentiert und es machte Spass zuzuschauen.
Damit endete unser kurzes Gastspiel beim Margaret River und es ging schon wieder zurück nach Perth, wo unser Flugzeug nach Cairns warten sollte.

Galerien für

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.